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Vom 14. bis zum 16. März 2008 fand in Boston, MA, die "Nieman Conference" statt, das größte Reporter-Treffen der USA. Ariel Hauptmeier ist dort gewesen - und berichtet von Bloggern als klassischen Erzählern, Fragen stellen nach dem GOAL-Prinzip und internen Querelen.
Warum Blogger an die Ursprünge des Erzählens erinnern und gutes Zuhören aktives Zuhören ist
Von den vielen, vielen Sätzen, die ich auf dieser Konferenz gehört habe, ist einer bei mir hängen geblieben: der Ausdruck „reporting in its natural state“, man könnte auch sagen: „natural storytelling“. Josh Benton hat ihn verwendet, ein junger, unrasierter Reporter im Seemannspullover, angestellt bei den „Dallas Morning News“ und zudem leidenschaftlicher Blogger (www.crabwalk.com, www.joshuabenton.com). Sein Thema war „Blogging for Story“, möglich, dass sein Vortrag der kurzweiligste der Nieman Konferenz war.
Seine These: Blogs und „Narratives“ (also das, was wir im Deutschen „Reportagen“ nennen) sind nicht Feinde, sondern Verbündete. Der klassische Journalismus sauge jedes Leben aus der Wirklichkeit, gute Blogger und gute Reporter hingegen bildeten dieses Leben ab. Der Blogger auf seine spontane, ungeformte, anarchische, sekundenschnelle Art, der Reporter mittels aufwändiger Recherche und elaborierter Erzähltechniken. Beiden gehe es um Menschen, nicht um Quellen, um Dramen, Gefühle, um den „sense of place“, beiden geht es nicht um die Konvention, sondern um das, was wirklich passiert ist.
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